Tuesday, May 25, 2010
Holt euch das Geld, da wo es ist! (Ein Überblick)
Die Politiker lernen es nie, dass sie sich das Geld am besten da holen, wo es ist. Das ist natürlich etwas schwierig, denn das Geld in großen Mengen ist bei den Reichen. Die Reichen sind deshalb reich, weil sie am besten wissen, wie man zu Geld kommt, wie man es behält und wie man es sich nicht wieder wegnehmen lässt. Sie verstecken ihr Geld, verschweigen ihre Einnahmen, verschieben sie international und holen sich immer mehr mit allen zur Verfügung stehenden Tricks; sie sind darin besser als der Staat.
Die Politiker der Linken würden gerne an das Geld der Reichen kommen, sie wissen aber nicht wie. Sie reden von Gerechtigkeit, wissen aber nicht, wie man sie herstellt. Sie sollten in ihren Reihen Experten haben, die das System der Geldverteilung durchschauen, auch international.
Die Politiker der anderen Seite, die der Wohlhabenden in Deutschland, repräsentiert durch FDP und CDU, wollen nicht an das Geld der Reichen, weil sie glauben, die Reichen hätten sie gewählt. In der heutigen Zeit würde es genügen, an das Geld der Superreichen zu kommen. Dem würde auch die Wählerschaft der CDU und der FDP nicht widersprechen; denn die sind gar nicht alle Milliardäre.
Aber unsere Politiker sind extrem schlaff geworden.
Sie sind so sehr mit Wahlen, Wahlstatistiken, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Selbstdarstellung, Imagepflege, internen Eifersüchteleien, Profilsuche, Fensterreden, Profilneurosen und Scheinerfolgen auf Nebengleisen beschäftigt, dass sie für die eigentliche Politik keine Zeit und keine Kraft mehr haben.
Ein gutes Beispiel ist Guido Westerwelle, der alle diese zuvor genannten Elemente des Personenkults gut beherrscht hat. Er war ein Polit-Star bis... Ja bis er plötzlich in die Lage kam, wirklich Politik zu machen. Da hat der Guido schlapp gemacht und sie, die Merkel hat es zu spät gemerkelt.
Das Geld bei den Armen zu holen ist einfach.
Sie sind Lohn- oder Gehaltsempfänger, man weiß, was sie verdienen, sie zahlen Lohnsteuer und Sozialabgaben... oder noch einfacher, sie empfangen Sozialleistungen vom Staat. Da ist gut Kürzen. Und niemand braucht Angst zu haben, dass sie FDP oder CDU wählen oder gewählt haben und nicht mehr wählen werden.
Bei den Steuern ist nicht mehr viel zu holen wegen der vielen Schlupflöcher für Gehaltsempfänger der oberen Klasse. Auch Sozialabgaben sind vermeidbar; schon immer für die Besserverdienenden, jetzt aber auch für kleinverdienende Frauen von Großverdienern. Die Nutznießer der 400-Euro-Jobs sind ja nicht in erster Linie Hartz-4-Empfänger oder echte Wenigverdiener. (Davon kann man oder frau ja nicht mal die Miete bezahlen!) Die Standard 400 Euro-Frau ist verheiratet, bei ihrem Mann versichert (privat oder sozial) und sie ist freundlich zu Kunden, Kindern und Patienten.
A Propos Miete. Es ist inzwischen so weit gekommen wie es in England schon immer gewesen ist. Ein großer Teil des sozialen Etats wandert anhand der übersteigerten Mieten in die Taschen der Bessergestellten, der Immobilienbesitzer. Die Mieten sind inzwischen so hoch, dass kaum einer nebenbei für ein Haus sparen kann, wodurch die Wohnungsknappheit weiter steigt.
Man nennt dies einen Teufelskreis, aber der Teufel hat nichts damit zu tun. Die Politiker der bürgerlichen Parteien sind in diesem Fall die Garanten des Teufels. (Dies ist nur ein Wortspiel und keine Beleidigung, weil es den Teufel in userem Kulturkreis nicht mehr gibt.)
Zurück zu den Großverdienern.
Einer der größten Verdiener in Europa ist die Royal Dutch, also die Shell, bzw das niederländische Königshaus. Wo die ihre Steuern zahlen, weiß keiner. Wahrscheinlich nirgendwo. Alle wirklich großen Vermögen sind durch Raub, Betrug und rechtsfreie Operationen entstanden. Das Vermögen des Hauses Oranje stammt überwiegend aus Raubzügen in den ehemaligen Kolonien auf der anderen Seite des Globus: Indonesien und die Pfefferinseln.
Wie kann man diesen Herrschaften beikommen? Wie kommt mehr Steuer auf Benzin? Der einfachste Weg, von Merkel beschritten, ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Doch dieser Weg ist ein Holzweg (Holzweg gegen Mineralöllieferanten). Die Mehrwertsteuer ist eine Steuer für Kleinverbraucher. Jede Firma kann sie wieder absetzen. Die Shell merkt das gar nicht, weil an allen anderen Tankstellen das Benzin auch teurer wird.
Diesen internationalen Konzernen wäre mit einer Umsatzsteuer beizukommen.
Das bedeutet: Auch wer in der Lage ist, nachzuweisen, dass er in Deutschland keine Gewinne macht, obwohl er Milliarden einnimmt, auch der müsste seinen Umsatz hier im Land versteuern wie das vor vielen, vielen Jahren einmal gewesen ist, ehe die Mehrwertsteuer eingeführt wurde.
Man könnte das Alternativ machen. Wer keinen Gewinn macht zahlt statt der Einkommensteuer diese Umsatzsteuer zusätzlich zur Mehrwertsteuer, die oft auch Umsatzsteuer genannt wird, was natürlich falsch ist. Wenn bei einem Umsatssteuersatz von 2% bis 5% sich das Geschäft der Royal Dutch in Deutschland nicht mehr lohnen würde, könnten sie ja abwandern in die Niederlande... oder auf die Pfefferinseln.
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