Was können wir gegen Amokläufer tun?
Es gibt kein Mittel, zu verhindern, dass Menschen durchknallen. Meistens sind es Männer, noch häufiger spätpubertäre Jungmänner, die nichts mit ihrer Männlichkeit anfangen können. Die ihre phallische Energie sinnlos verbraten und dabei ihr eigenes Leben und das Leben anderer geringer einschätzen als einen selbst manipulierten Samenerguss.
Dagegen ist fast nichts zu machen, nichts Flächendeckendes. Gute Sexualerziehung wäre ein Weg. Natürliche Entwicklung der Männlichkeit wäre das beste, ist aber in den modernen Massenkulturen nicht mehr zu realisieren. In Afrika gibt es (bisher) keine Amokläufer, auch nicht bei den Indios in Südamerika. Hier könnten wir von den "Primitiven" wieder etwas lernen, doch wer will das? Wer kann das?
In den Stressgesellschaften, die vor der sexuellen Befriedigung ein riesiges Karriere-Proggramm aufbauen, wird irgendwann und irgendwo immer einer durchknallen, neuerdings zum Beispiel auch in China.
Die Unterhaltungs-Industrie zeigt in Text, Bild und Ton immer und überall der unorientierten Männlichkeit einen Weg in die Welt der Killer und Revolver-Helden. Dazu kommen seit Jahren interaktive Computerspiele mit Tötungsziel.
Kann Mann etwas dagegen tun?
Eine Maßnahme ist ganz einfach: Die Jungs dürfen keine Waffen besitzen. Der Erwerb von Schusswaffen darf nicht in privater Hand liegen, niemand darf das Recht haben Waffen zu kaufen, zu pflegen und bei sich zu Hause aufzubewaren. Polizei und andere Sicherheitskräfte sollen so organisiert
werden, dass die Waffen nicht in Privatbesitz gelangen. Dagegen wird kein Pplizist etwas einzuwenden haben. Es ist vielleicht ein wenig lästig, aber leicht zu organisieren. (Beim Militär klappt das ja auch.)
Es gibt noch einen sehr wichtigen Punkt: Die besonders verheerenden Amokläufer sind welche, die nicht nur Waffen besitzen, sondern auch gut damit schießen können.
Jetzt hat ein Taxifahrer namens Derrick zwölf Menschen in drei Stunden erschossen. Wenn er nicht wenigstens zwei Pistolen besessen hätte und ein geübter Schütze gewesen wäre, hätte er das nicht geschafft. Wie und wo er geübt hat, ist noch unbekannt. Wahrscheinlich hat er seinen Beruf als Taxifahrer zum Vorwand genommen, Waffen zu erwerben und damit zu üben. Das ist in England etwas schwieriger als in den meisten anderen Ländern. In GB ist die Waffenkontrolle intensiver und konsequenter als in Deutschland, aber sie reicht offensichtlich auch da nicht aus.
Hier bei uns sieht es wesentlich gefährlicher aus. Unter gewissen Bedingungen ist es verdammt leicht, an Waffen zu kommen; insbesondere für Schützenvereine, sogenannte Sportschützen und deren pubertierende Söhne.
Der krasse Fall von Erfurt 2002: Der von allen Beziehungen isolierte Robert Steinhäuser erschoss in 10 Minuten 16 Menschen, die meisten waren weiblichen Geschlechts. Sein Vater war/ist ein Waffennarr, der psychisch gestörte Sohn war Mitglied im Schützenverein und Sportschütze und konnte, wenn er wollte, an die Waffensammlung des Vaters heran. Im Verein übte er das Schießen mit schweren Pistolen.
Es standen ihm aus sportlichen und traditionellen Gründen Waffen zur Verfügung, die nur zum Töten von Menschen entwickelt und benutzt werden. Der Vater wurde nicht oder nicht ernsthaft bestraft! Er ist sowohl für die Erziehung seines Sohnes verantwolrtlich als für seine eigene Waffensammlung als auch dafür, dass der Sohn sich daraus Waffen beschaffen konnte.
Das ist der riesige Skankal unserer Gesetzgebung und Justiz. Alle Verantwortlichen konnten ihre Verantwortung auf andere ebenfalls Verantwortliche abwälzen.
Es darf nirgendwo in einem Privathaus Sammlungen von scharfen Waffen geben. Auch nicht in verschlossenen Schränken. Wenn das in USA erlaubt ist, sollte es hier verboten sein. Irgendwo muss die kulturelle Reife sich zeigen. Keine Waffen in privater Hand, auch nicht bei Mitgliedern von deutschen Schüzenvereinen. Nicht bei Taxifahrern, Security-Angestellten, Polizisten, Kriminalbeamten, Soldaten und alten Kämpfern. Jeder private Besitz einer Pistole sollte illegal sein. Auch in der Schweiz.
Dann können die Medien ihre Zuschauer noch so sehr mit Schießereien, Killern und tötenden Supermännern wie Arnold Schwarzenegger aufhetzen. Wer keinen Revolver hat, kann nicht schießen.
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