Thursday, January 5, 2012

Die Geld-Krise 4 / Geld und Ab-Geld

Teil 4
Geld und Ab-Geld, eine neue Perspektive

Die aktuelle Eurokrise ist genau genommen gar keine Geldkrise, sondern eine Drohung: Wenn ihr nicht mehr Euros erzeugt und/oder höhere Zinsen zahlt, dann kommt die Krise, eine Katharsis speziell im Euroland und da werdet ihr euch noch wundern, was euch blüht ! 

Was dabei verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die Krise ja immer zuerst die Finanzindustrie selber trifft und ihre besten Kunden. Es gibt also für Leute, die keine überschüssigen Millionen besitzen, keinen Grund zur Aufregung.

Wer die unkontrollierte Geldvernichtung in Krisenform nicht will, es weiß ja keiner, wen sie als nächstes trifft, der muss das Postulat der Banken ablehnen:
Geld muss sich automatisch vermehren.
Nein, im Gegenteil. 

Es ist bereits zu viel Geld vorhanden. Die Finanzindustrie soll gefälligst damit aufhören, das Geld  immer weiter zu vermehren und gegen Provisionen hin und her zu schieben und schließlich in die Hände von wenigen Großkunden zu schaufeln. Sie sollte sich wie früher Banken und Sparkassen darum bemühen, Geld und Kredit breit gefächert unter die Leute zu bringen. 

Think small! Geld ist nur dann gut für die Wirtschaft, wenn es gut verteilt ist.

Anstatt das Geld, das zu viel ist, dann und wann in riesigen Mengen zu vernichten, könnte es kontrolliert entsorgt werden: Jeder bekommt eine gewisse Menge Ab-Geld umsonst (bedingungsloses Grundeinkommen), das er nicht sparen soll, sondern schnell ausgeben muss, damit die Wirtschaft läuft. 

Damit das Ab-Geld fließt, bekommt es einen negativen Zins. Wenn einer es nicht ausgibt, wird es von selbst weniger. Es soll aber nicht weniger wert sein wie bei einer Inflation (da wird die Geldmenge ja vermehrt), sondern es wird zahlenmäßig weniger

Auf einer Geldkarte. Wo heute 100 drauf sind, wird nach einer Woche nur noch 99 drauf sein, wenn du es nicht ausgegeben hast. Das ist ein negativer Zins von 1% pro Woche. Also weg damit, in die freie Wirtschaft! 
(Die Idee ist 100 Jahre alt und stammt von Silvio Gesell. Erst heute ist sie mit Geldkarten leicht und überall zu verwirklichen.)

Das wäre eine Konvention, welche die unkontrollierte Geldvernichtung im Finanzsystem ersetzen könnte. Zum Wohle aller. 

Der Staat, der das zuerst einführt, wird glücklicher sein als andere Staaten, die sich dem jetzigen Finanzsystem ganz untergeordnet haben durch riesige Schulden und durch Akzeptanz aller Forderungen, Spielregeln und Drohgebärden: Wir nehmen euch den Euro weg, wenn ihr ihn uns nicht freiwillig gebt!

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