Tuesday, December 13, 2011

Pausengeflüster (der satirische Blick)


Manchmal kommt es mir so vor, als wären wir in einem Theater, das die  Politiker aufführen, um im Gespräch zu bleiben. Das Stück, das zur Zeit gespielt wird, heißt "Eurokrise".

Eine Krise des Euro würde dann eintreten, wenn Deutschland aus der Euro-Zone austritt. Davon ist aber nie die Rede.

Außer Theater ist nicht viel passiert: Die Griechen machen weiter, die Banken machen weiter und die Politiker reden weiter darüber. Und weil Politiker von einer Eurokrise reden, haben "die Märkte" es genutzt, um die Zinsen der Euro-Zone hoch zu treiben. In Krisenzeiten steigen die Zinsen. Logo.

Aber wo bleibt der Schluss des Stücks? Frau Merkel sollte endlich mal vor das Publikum treten und sagen: Ich habe den Euro gerettet. Die Krise ist vorbei. Wählt mich wieder. Ab nächster Woche spielen wir "Frieden gegen den Iran." Wenn sie das nicht bald tut, wird sie als Langweilerin und nicht als Retterin wahrgenommen.

Für Staats-Akteur Sarkozy gilt das Gleiche. Sie könnten es gemeinsam machen. Wie Kohl und Mitterand, Händchen halten und sich als Helden der deutsch-französischen Freundschaft feiern lassen. Die Presse wartet auf ein visuelles Finale.  

Ich habe aber die Befürchtung, dass nach einer Weihnachtspause das gleiche Stück wieder auf den Spielplan kommt, ohne Show Down. Und je länger es gespielt wird, desto mehr kostet es. Es sind nicht nur die Nebenkosten, die Eurogipfel und Krisentreffen. Auch die Hauptschuld steigt.

Die Chance eines überraschenden Staatsbankrotts mit  Schuldenschnitt (englisch Haircut) ist vertan. Alle mitverantwortlichen Finanzjongleure haben die faulen Papiere längst zum vollen Preis abgestoßen an die öffentlichen Hände, die Rettungsschirme mit Hebeln in den Händen halten und an die EZB.

Dafür müssen wir dann alle aufkommen, weil wir Bürger der Zone sind.

Friday, December 9, 2011

Über Europa hinaus...


Während Amerika den nächsten Krieg für Öl vorbereitet, kämpfen die Europäer noch um Geld. Dabei müsste jedem längst klar sein, dass Öl mehr wert ist als Geld. Nur ist es nicht so leicht zu bekommen! Öl ist in der realen Welt unter Wüsten und Meeren versteckt. Die Amerikaner wissen das, auch viele Araber. Sowohl die Saudis in ihrem Mittelalter als auch die twitternden Rebellen.

Wir Europäer sind noch die letzten Deppen der Finanzindustrie. Den Geldanlegern (Märkten) ist klar geworden, dass in Europa mehr zu holen ist. Zwar keine materiellen Sicherheiten,
aber mehr Zinsen auf Schulden aus dem lächerlich uneffektiven Polit-System, das niemand durchschaut, geschweige denn kontrolliert.

Jetzt reicht es! Mit 5% Rendite muss Schluss sein. Die Märkte wollen 10% und mehr, wie der Schweizer Ackermann es in seiner goldenen Zeit ebenfalls erkannt hat. Zum Glück gibt es den Euro, der hat sich als Konkurrenz zu Dollar und Pfund etabliert, den haben auch die Scheichs und Chinesen schon gebunkert. Davon mehr. 

Viel mehr!  
Und keine Italo-Wechsel, sondern Euro-Bonds bei steigenden Zinsen.

Wie ist das zu schaffen?

Ganz einfach: Durch einen Medien-Krieg. 

Die Ausgangslage ist günstig: Die Menschen in Europa sind nach zwei Generationen Fernsehen genau so verdummt wie Amerikaner und Briten. Da ist mit berlusconischen Maßnahmen was zu machen. Das ist der Hebel. Sie werden es nicht merkeln.

Hebel, Rettungsschirm, Eurokrise, Vokabeln in der Medienschlacht. Munition, die fast nichts kostet. Dahinter lockt das Geld, die Gesamtschuldnerische Verpflichtung, die höheren Zinsen und als Sicherheit die europäische Auto- und Flugzeug-Industrie. Deutschland, Frankreich, selbst in Italien ist noch was zu holen, zwar kein Öl und keine Sklaven, aber fleißige Ingenieure und Fachkräfte, die Luxus produzieren können, Sportwagen, Rennautos, sogar Hubschrauber!

Verdammt noch mal, wo sind wir denn? Die Euros sollen billiger arbeiten und mehr Zinsen abwerfen mit ihren Kindern und Kindeskindern!

Monday, December 5, 2011

Direkte Digitale Demokratie (Ein Manifest)



Empörung gibt es genug,
Analysen weniger,
Gegenvorschläge kaum.

 
Fast alle Szenarien des Schreckens der letzten Zeit zeigen uns hoffnungslos unorientierte Akteure und die völlige Machtlosigkeit der breiten Masse. Staatsverschuldung, Währungskrisen, Geldvernichtung, Terror und Protest, Krieg für Öl. Das Zeitalter der Demokratie scheint zu Ende. Was sich auf der Welt im politischen Raum abspielt, ist keine Demokratie mehr, sondern Post-Demokratie. Kein einziges Volk bestimmt, was auf der Welt geschieht.

Dabei gilt nach wie vor die These: Es gibt keinen besseren Weg, Entscheidungen zu fällen, als den, das ganze Volk entscheiden zu lassen. Oberflächlich sieht es so aus, als ob unsere Demokratie noch funktionierte: Es werden Vertreter gewählt, in die Parlamente geschickt, dort wird abgestimmt und die Regierung wird offiziell vom Parlament bestimmt.

Wieso kommt dann aber bei den Entscheidungen nicht der Wille des Volkes zum Ausdruck?

Es liegt an der Unverhältnismäßigkeit der Mittel.

Die Mittel, mit denen das Wahl-Volk seinen Willen zum Ausdruck bringt, haben sich in mehr als 200 Jahren nicht geändert, seit der Französischen Revolution und seit der Amerikanischen Unabhängigkeit. Wähler machen Kreuze auf einen Stimmzettel. Die Stimmzettel werden dann in eine Urne gesteckt und ausgezählt. Voksvertreter werden in die Hauptstadt entsandt und bilden auf Jahre hinaus ein Parlament, das in ähnlicher Weise durch seine Stimm-Abgabe die Regierung bestätigt.

Auf der Seite der Regierenden hat sich aber in 200 Jahren eine perfekte  Kommunikationstechnik und Organisation entfaltet:

Die Gewählten können untereinander in Echtzeit Nachrichten übermitteln per Telefon, über Festnetz, Mobilfunk und Satellit. Sie sprechen im Rundfunk, erscheinen im Fernsehen, sind ständig mit Journalisten in Kontakt. Sie beschäftigen Pressesprecher und Administratoren für ihre Webseiten.

Sie haben Parteien hinter sich. Große Organisationen, die teils vom Staat finanziert werden und die für alle Bürger den Zugang zur politischen Öffentlichkeit kontrollieren. Die Parteien müssen nicht demokratisch organisiert sein. Sie unterstützen oft nur den Partei-Vorstand und die Regierenden.

Politiker und Parteien erheben statistische Daten über das Volk und dessen Wahlverhalten. Sie befragen Meinungsforscher und setzen alle Mittel der Werbeindustrie ein, mit denen sie die öffentliche Meinung beeinflussen.

Die Regierenden jetten durch die Welt, sie haben freien Zugang zu allen Medien, werden von Leibwächtern bewacht und treffen sich auf internationalen Konferenzen mit anderen Regierenden zum Erfahrungsaustausch, zum Vergleich, zum Gespräch über den Umgang mit Millionen von Untertanen und mit den Milliarden an Staatsgeldern.

Der Wähler dagegen bekommt nach wie vor nur alle vier oder fünf Jahre einen Zettel, auf den er ein oder zwei Kreuze macht. Kleine Verbesserungen durch Panaschieren oder elektronische Wahl sind marginal im Vergleich zur technischen Entwicklung der Möglichkeiten. Die Information, die der Wähler von sich gibt, ist wie  

ein Staubkorn auf der Daten-Autobahn
die von den Regierenden benutzt wird. 

Durch dieses Missverhältnis an Technik wurde das Volk entmündigt und entmachtet. Es ist so, als würde ein Laufrad aus dem Jahre 1790 gegen einen Formel 1 Rennwagen antreten. Der Formel 1 Fahrer wird am Ende nicht einmal wissen, wie oft er das Fahrrad überrundet hat.

Nach dem heutigen Stand der Technik, könnte aber jeder Bürger zu jeder Zeit über jede politische Frage direkt abstimmen. Nicht nur über die Wahl eines Abgeordneten oder einer Partei, sondern auch in allen Sachfragen. Die Kommunikationstechnik ist so weit, dass die Regierung jeden Bürger, genau wie alle Regierungsmitglieder informieren und seine Meinung und seine Entscheidung in kürzester Zeit, das heißt, in weniger als drei Tagen, einholen könnte.

Die Sicherheitstechnik, die für Online-Banking und weltweite Spekulation mit Milliarden und Billionen reicht, reicht auch für Digitale Demokratie, also für verbindliche Entscheidungen des Volkes direkt und zeitnah. Dabei brauchte nicht jeder Bürger jedes mal über jede Frage abzustimmen, das tun die Minister und Parlamentarier auch nicht. Der mündige Bürger stimmt über das ab, was ihn berührt und wo er sich kompetent fühlt.

Wenn wir an Demokratie glauben, und etwas besseres haben wir nicht, dann müssen wir zur Verwirklichung der Demokratie alle technischen Möglichkeiten einsetzen, die jetzt nur von oben nach unten benutzt werden, zur Kontrolle und zur Manipulation der Meinungen. Erst wenn das der Fall sein wird, ist das post-demokratische Zeitalter zu Ende.

Direkte Digitale Demokratie ist die Lösung der Zukunft.

Friday, December 2, 2011

Der Euro ist schuld an den Schulden. 1. Teil (Überblick.)

1. Schleichende Inflation

Die Euro-Krise ist nicht eine Krise des Euro, sondern eine durch den Euro verursachte Krise der staatlichen Schuldenmacher, also der Regierungen von Griechenland, Italien, Spanien, Belgien, Frankreich, Irland, aber auch Deutschland. All diese Länder haben durch Verfassungsfehler Schulden angehäuft, die mittelfristig nicht mehr zu bedienen sind.
 
Dass dies zunächst nichts mit dem Euro als Gemeinschaftswährung zu tun hat, erkennen wir daran, dass Japan und USA in der globalen Hitparade der Schuldenmacher auf den vordersten Plätzen erscheinen, obwohl sie andere Währungen haben. Und Russland, ein Land, das zur Zeit nicht wohlhabend ist, hat die Schuldenkrise nicht, wahrscheinlich nur, weil niemand ihnen so viel Kredit gewähren will.

Zum Schuldenmachen gehören immer zwei: Einer der Kredit nimmt und einer der den Kredit gibt. Wer in diesem Fall die Kreditgeber sind, das entzieht sich der Öffentlichkeit, es wird vage umschrieben durch "die Märkte". Sicher ist, dass auf der anderen Seite genau soviel Guthaben sind wie die gesamte Staatsschuld aller Länder.

Diese Guthaben sind in "privater" Hand, wobei die Vermögen der Königshäuser von Saudi-Arabien und den Niederlanden zum Beispiel auch als "privat" gelten. Die Privaten haben Unmengen von Geld (Billionen), das sich der Kontrolle der Staaten entzieht, das wahrscheinlich nicht angemessen besteuert wird und das sie dann an Staaten gegen Zinsen ausleihen.

Jetzt wollen die Geldgeber ("die Märkte") die Zinsen erhöhen, weil ihnen die Staaten nicht mehr als kreditwürdig genug erscheinen, womit sie Recht haben, aber wem sonst sollten sie soviel Geld leihen? Und die überschüssigen Billionen haben sie nun mal, müssen sie also irgendwie anlegen, schon aus Platzmangel in ihren Tresoren. Diese Situation nennen die Verantwortlichen (Regierungen und Kreditgeber) die Euro-Krise.


Den Geldgebern und Geld-Disponenten (Fonds-Managern, Investoren von Versicherungen) geht es nicht um Reduzierung der Schulden, sondern um Erhöhung der Zinsen und um Erhöhung der Sicherheit. Sie hätten in ihren Tresoren anstatt von Italo-Wechseln lieber Euro-Bonds, für die auch Deutschland haftet. Das würde der weiteren Umverteilung von Kapital von unten (den Steuerzahlern und Völkern) nach oben (den Superreichen) sehr nützlich sein. Die sogenannten Experten in der Debatte vertreten meistens diese Position. (Es scheint, dass Merkel das gemerkt hat.) 

Aber was hat der Euro überhaupt mit dieser Krise zu tun?

Der Euro ist eine Währung konstruiert nach dem Muster der Deutschen Mark. Das besondere daran ist, die Notenbank ist nicht gebunden an die Anweisungen der Regierung. Die Regierung kann kein Geld drucken. Und gerade das ist es, was vorher in den Ländern Italien, Griechenland, Frankreich und später auch Spanien immer geschehen ist. Wenn eine Regierung nicht genug Geld hatte, um ihre Versprechungen und Verpflichtungen zu bezahlen, dann hat sie frisches Geld gedruckt.


So kam es, dass die Lira, die Drachme, der Französische und der Belgische Franc und die Peseta jedes Jahr gegenüber der Deutschen Mark, dem Schweizer Franken und dem niederländischen Gulden beträchtlich an Wert verloren haben. Dieses Spiel nennt man "schleichende Inflation". Damit haben die südeuropäischen Länder ihren Staatshaushalt ohne Probleme durchgezogen, nur das Geld wurde immer weniger wert. 

Der Euro ist schuld an den Schulden. 2. Teil (ein Überblick )

  
2. Der Fluch der Stabilität

Wegen der Prosprerität der Länder, die eine feste Währung hatten, also Schweiz, Deutschland und Niederlande, erschien es den Südstaaten als lukrativ, ebenfalls eine feste Währung einzuführen und sie haben sich auf den Euro eingelassen. Der Euro wird von einer Zentralbank in FfM kontrolliert und nicht von den Regierungen der Länder. Dieses Prinzip hat sich auch beim US-Dollar bewährt, der ebenfalls nicht von der amerikanischen Regierung ausgegeben wird.

Aber. Die südeuropäischen Länder, allen voran Griechenland und Italien, haben ihre Haushaltspolitik nicht umgestellt. Die regierenden Politiker haben in jedem Jahr ein kräftiges Defizit im Staatshaushalt verursacht. Ebenso in Frankreich und auch in Deutschland seit der Regierung von Helmut Schmidt und verstärkt während der Amtszeit von Helmut Kohl.

Seit der Einführung des Euro, der als stabile Währung geplant war und der auch immer noch stabiler ist als der US-Dollar, können die Staaten Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich und Belgien kein Geld mehr selber drucken und die Politiker haben dann ihren Staatshaushalt durch das Aufnehmen von Schulden ausgeglichen. Das haben sie sich in Deutschland abgeguckt, wo die Regierungen wegen der unabhängigen Zentralbank nicht Geld drucken konnten, sondern Schulden gemacht haben. Die Schulden haben sich summiert, weil sie nicht abgetragen worden sind. Abgelaufene Staatsanleihen sind mit neuen Schulden bezahlt worden.

Der Euro ist also schuld an diesen Schulden, weil er stabil ist wie die DM und weil er nicht nach dem freien Ermessen der Regierungen nachgedruckt wird. Daher nennen die Regierungen diese Krise die Euro-Krise. Aber es ist eine Krise der europäischen Demokratie, weil sie es den auf Zeit gewählten Staatsführern erlaubt, Schulden zu machen, die erst nach ihrer Regierungszeit vom Volk und noch weiter von kommenden Generationen bezahlt werden müssen. Das ist ein System- oder Verfassungsfehler, er erleichtert das Regieren in den Tag hinein, verschlechtert aber die Situation des Volkes in der Zukunft.

Auch die deutschen Staatsschulden sind enorm hoch, aber gut versteckt durch die Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden. Jeder Säugling, der in einer deutschen Großstadt geboren wird, hat bereits mehr als 20.000 Euro Schulden, automatisch durch sein Erscheinen auf dieser Welt. Wenn er in der Toscana geboren wird, wahrscheinlich das doppelte.

Diese Schuld ist die Schuld der Politiker. In Deutschland namentlich die Schuld von Helmut Schmidt und Helmut Kohl, aber auch die von ihren Nachfolgern. Aus diesem Grund ist auch die deutsche Bundeskanzlerin sehr daran interessiert, von einer Euro-Krise zu sprechen und nicht von einer Schuldenkrise der europäischen Regierungen, einschließlich der CDU-Regierung von Herrn Kohl. Deutschland steht nur optisch besser da, wenn die Regierungs-Schulden auf das Brutto-Inlands-Produkt umgerechnet werden. 


Dies ist aber eine Milchmädchenrechnung, weil der Staat die Schulden zurückzahlen muss und nicht das Brutto-Inlands-Produkt; das ist nur eine statistische Zahl.

Die Umrechnung der Staatsschuld auf die Wirtschaftsleistung ist ein Trick der Regierungen, um ihre Zahlen klein erscheinen zu lassen. So hat Berlusconi bis zum Schluss behauptet, die Staatsschuld in Italien habe sich unter seiner Regierung nicht erhöht, weil sie nach wie vor "nur" das 1,8-fache der italienischen Wirtschaftsleistung für ein Jahr betrage. Man glaubt dann, die Schuld ließe sich leicht abtragen, wenn alle Italiener 1,8 Jahre lang umsonst arbeiten würden. Auch Berlusconi müsste dann sein ganzes Verdienst dem Staat zuführen!


Das ist aber ein Irrtum. In der Wirtschaftsleistung oder dem Brutto-Inlands-Produkt sind auch die Leistungen des Staates enthalten, also das, was der Staat an die eigene Wirtschaft zahlt in Form von Autobahnbau, Städtesanierung, Gehältern und Renten, die dann in den Konsum fließen usw usw. Das Brutto-Inlands-Produkt enthält einen hohen Anteil an Staatsschulden und man kann sie nicht abtragen, indem man sie einspart. Schulden sind ja kein Geld, sondern negatives Geld. Geld das fehlt und sie kosten Zinsen!

(Das war der Trick von Helmut Schmidt. Er hat die Wirtschaftsleistung erhöht, indem er Staatsschulden gemacht hat, Geld, das von der einen Tasche in die andere gesteckt wird, aber eine Tasche ist privat.)

 

 

Monday, November 21, 2011

Die Energie-Physik von Frau Merkel #1 (Versuch einer ehrlichen Alternative)

Teil 1

Was am meisten gegen die Regierung Merkel aufbringt, ist ihre Energiepolitik. Dabei ist zu beachten, dass Frau Merkel Physikerin gewesen ist. Ihr zu unterstellen, sie wüsste nicht, worum es geht, ist also unmöglich, mit anderen Worten, sie regiert gegen besseres Wissen mit der Dummheit. (Wessen Dummheit? Eigene Dummheit? Die der Wähler? Oder die Verdummung in den Medien?)

Jeder Physiker weiß, dass für Energie der Kontinuitätssatz gilt und dass es gegen die drohenden Szenarien, die teilweise bereits eintreten, nur einen Königsweg gibt: Energie sparen. Vom Energie sparen wird aber nirgendwo geredet, sondern nur davon, wie eine zu viel verbrauchte Energie durch eine andere zu viel verbrauchte Energie ersetzt werden kann. Die Physik lehrt aber, dass jede Energie am Ende in Wärme umgesetzt wird, und die Wärme ist das Problem

Frau Merkel aber entscheidet anders, also gegen das, was sie selber mit Sicherheit weiß. Ist das noch Wahltaktik oder schon Gewissenlosigkeit? Ihr Blick ist auf die nächsten Wahlen gerichtet. Will sie nur ewig Kanzlerin bleiben, ohne etwas Bleibendes zu hinterlassen?

Die Energiepolitik einer Politikerin, die etwas von Wärmelehre und Elektrizität versteht, hätte folgendermaßen aussehen müssen:


1.
Okay Leute, wenn ihr keine Atomkraftwerke haben wollt, dann weg damit. Dann müsst ihr aber folgendes einsehen und ich weiß, wovon ich rede, ich war selber Physikerin. Wir müssen weniger Energie verbrauchen. Das ist ganz leicht möglich, aber es geht nicht über den Konsum von Energiesparlampen und Ökobenzin allein, sondern nur durch intelligentes Sparen von Energie, also mit dem Kopf, nicht mit dem Geldbeutel.

Die Energie-Physik von Frau Merkel #2 (Versuch einer ehrlichen Alternative)

Teil 2

2.
Erst einmal intelligentes Energiesparen im Haushalt. Möglichst nicht mit Strom heizen. Keine Beleuchtungen und Heizungen an lassen aus Nachlässigkeit oder Bequemlichkeit, auch, wenn wir uns das leisten können. Energie sparen ist wichtiger als Geld sparen. Viele kleine Lampen, die mit etwas Köpfchen geschaltet werden sind besser als eine große Raumleuchte. Und nicht die ganze Wohnung auf Kuscheltemperatur heizen. Schon gar nicht des Nachts und am frühen Morgen. 


Es ist ohne Weiteres möglich, den Energieverbrauch eines Haushalts um 20%-30% zu reduzieren nur durch intelligente Nutzung der Geräte und ohne Sonderanschaffungen. Nochmals: Energie sparen ist wichtiger als Geld sparen. Alle Sparvorschläge, bei denen erst einmal Geld ausgegeben werden soll, sind suspekt. Das ist genau so wie die sogenannten Jobangebote, bei denen erst einmal was bezahlt werden muss.

3.
Die Industrie soll sich endlich darauf konzentrieren, energiesparende Technik zu entwickeln, vielmehr als bisher. Wir wollen auf diesem Gebiet die führende Technik-Nation werden. Schon bei der Umwelttechnik hat sich gezeigt, dass der Druck des Volkes die Industrie auf den richtigen Weg gebracht hat.

An erster Stelle kommt bei uns die Automobilindustrie. Da sind wir schon Weltmeister. Wo bleibt das Dreiliter-Auto? Warum wird auf-motorisiert und nicht Energie eingespart? Ganz besonders beim Automobil gilt: Energie sparen ist wichtiger als Geld sparen. Auch, wer es sich leisten kann, mit einem Sprit-Schlucker stolz durch die Innenstadt zu gondeln, keiner braucht dies als Status-Symbol, es ist ein Symbol der Dummheit. Intelligente Spartechnik in intelligenter Hand; das ist der Spitzen-Status desjenigen, der in die Zukunft blickt.

4.
Die Energiekonzerne sind Eigentümer der Strom-Netze, doch dieses Eigentum verpflichtet mehr als jedes andere Eigentum. Hochspannungsleitungen gehen durch die Luft, die jedem gehört. Sie laufen über Land, das andere Besitzer hat, deren Rechte dadurch eingeschränkt werden. Das Eigentum der Energieunternehmen ist teilweise Gesellschaftseigentum und der Staat hat ein Recht darauf, von ihnen etwas zu verlangen. Wir verlangen von den Stromkonzernen den Atomausstieg. Wir verlangen ihn in erster Linie deshalb, weil die Atomindustrie nicht in der Lage gewesen ist, die Entsorgung radioaktiver Abfälle so durchzuführen, dass die Allgemeinheit damit zufrieden ist. Der Staat verlangt den Atomausstieg ohne Entschädigung und ohne Erhöhung der Preise.

Aber hallo!

Die Energie-Physik von Frau Merkel #3 (Versuch einer ehrlichen Alternative)

Teil 3

5.
Die Energiekonzerne werden dazu verpflichtet, ihre Preise nicht zu erhöhen, sondern die Mindereinnahmen durch Sparmaßnahmen zu kompensieren. Das soll nicht durch Entlassungen geschehen, sondern durch Gewinnreduzierung und Reduzieren der Großgehälter. Falls sich die Konzerne widersetzen, werden die Überlandleitungen vergesellschaftet und die Konzerne müssen dann für deren Nutzung zahlen, anstatt zu kassieren. Wir haben Verständnis dafür, wenn die schwedische Firma Vattenfall diese neuen Bedingungen nicht akzeptieren will, und wir werden sie darin unterstützen, sich zu fairen Bedingungen aus dem Geschäft in Deutschland zurückzuziehen.

6.
Wir werden den Atomstrom auch nicht weiter durch subventionierte Windräder ersetzen, sondern an erster Stelle durch Einsparungen. Subventionen sind immer schlecht. Windenergie wurde schon einmal verworfen, das war vor dreihundert Jahren. Der Wind ist inzwischen nicht besser oder berechenbarer geworden.

Aus physikalischen Gründen ist die beste Energie die Solarenergie. Die Einstrahlung der Sonne auf die Erde ist ausreichend für alles, was auf diesem Planeten lebt. Nutzung der Sonnenenergie erwärmt den Lebensraum nicht zusätzlich, weil die Sonne sowieso scheint und nicht daran gehindert werden kann.

Thermische Solarenergie ist einfach zu gewinnen und für alle Heiz-Zwecke bestens geeignet. Heizkörper auf jedes Dach, das nach Süden gerichtet ist. Wärmespeicher in jedes Haus. Damit verbessern wir die Infrastruktur, die Energiebilanz und stärken die mittelständische Wirtschaft. Und wir lernen, intelligent mit verschiedenen Formen der Heizung umzugehen. Es macht uns unabhängig von den Energiekonzernen.

Solarzellen zur Stromgewinnung sind das technologische Zukunftsprojekt. Wir werden auf allen Ebenen die Forschung und die Anwendung unterstützen. Dazu gehört die Speichertechnik, die auch für Elektrofahrzeuge wichtig ist. Dazu gehören auch Gleichstromnetze, die auf einzelne Häuser beschränkt sind für Computer, Beleuchtung, Unterhaltungselektronik. 

 
Es gibt viel zu tun, wenn wir Verbrennungsenergie durch intelligente Energie ersetzen wollen. Der physikalische  Weg ist erstens Einsparung und zweitens Solarenergie, genau in dieser Reihenfolge, alles andere kommt danach.

So oder ähnlich könnte eine Physikerin argumentieren, die zufällig ein hohes Amt in der Politik errungen hat. Alles andere macht sie unglaubwürdig.

Saturday, November 12, 2011

Krise der Dummheit (Ein wenig Theorie)

Wer Krise sagt, sollte Krise des Systems sagen. Es ist nicht nur das Finanzsystem und der Kapitalismus, erst recht nicht der Euro, sondern das Gesamtsystem: Kapitalismus plus Mediendemokratie.

Systemkritik ist deshalb schwer, weil es schwer ist, einen Standpunkt außerhalb des Systems zu finden. Fast alle sind integriert. Diejenigen, die ganz oben stehen, am meisten. Sie sind bar jeder Kritik, auch jeder Selbstkritik. Das kann nicht anders sein; sonst wären sie nicht in dieser Position. Sie sind nicht in der Lage, Systemfehler wahrzunehmen und so treiben sie uns immer weiter in die gleiche Richtung.

Das Publikum erwartet Änderungen von denjenigen, die es in den Medien wahrnimmt, aber das sind genau die falschen Leute, sie rechtfertigen in der Öffentlichkeit nur ihr Verhalten und ihre Untätigkeit. Dabei wird falsch informiert, aus dem Blickwinkel der System-Nutznießer.


Die Kommunikation der Massen wird dominiert von Massen-Medien, die besonders innig ins System integriert sind. An erster Stelle das Fernsehen.
 
Das öffentlich-rechtliche ist, wie schon der Name sagt, identisch mit dem Staat, insbesondere mit den beiden Volksparteien CDU und SPD. Es wird alimentiert von einer Zwangsabgabe über die GEZ und ist nicht demokratisch beeinflussbar, weder finanziell noch inhaltlich. Es verkündet nur den Status Quo.

Das private Fernsehen wird durch Reklame finanziert. Reklame ist bezahlte Falschinformation zugunsten von  Konsumprodukten. Sie richtet sich an den durchschnittlichen Konsumenten. Reklame ist um so erfolgreicher, je weniger der durchschnittliche Konsument das Falsche an der Information wahrnimmt, das heißt, je dummer er ist.

Die Programme der Privatsender dienen dazu, dumme Konsumenten anzulocken, sie dumm und werbe-gläubig zu halten und von Jugend an zur Durchschnittlichkeit zu erziehen. Der Wert des Programms gegenüber den Werbetreibenden besteht im Erreichen der Zielgruppe, in der Blindheit der Teilnehmer und wird quantitativ gemessen an der Einschalt-Quote.

Es ist ein Rätsel, wieso die öffentlich-rechtlichen Anstalten ebenfalls Einschalt-Quoten als Maßstab ihrer Bewertung von  Programmen gelten lassen. Sie werden so gezwungen, die gleiche Verdummung zu betreiben, was dem ursprünglichen Zweck der Sender widerspricht, denn der sollte Bildung und Information sein, nicht Verdummung und Desinformation.

Wer also geistig in der Lage sein will, die Welt wahrzunehmen, wie sie ist, sollte so wenig wie möglich Fernsehen, denn weder das eine noch das andere Modell bietet Objektivität.

Systemkritik an diesen Leit-Medien muss im Fall der privaten Medien Konsum-Kritik sein, also das Gegenteil von Reklame. Kritik an den staatlichen Medien wäre die Forderung nach Demokratie in den Sendern, wirkliche Demokratie, nicht Parteien-Proporz. In der Realität sind die Sender genau so undemokratisch wie die Bürokratie in Brüssel.

Daran lässt sich im Rahmen der gültigen Verfassung, insbesondere des Parteiensystems nichts ändern. Was für den Einzelnen möglich ist, ist nur Verweigerung. Ich schalte ab, also bin ich. Diese Haltung ist zum Glück sehr viel leichter durchzuhalten, seit es das Internet gibt.

Das Internet ist den anderen Massen-Medien strukturell überlegen, weil es interaktiv ist. Es ist ein völlig anderes System, das weder auf Parteilichkeit noch auf Reklame basiert. Jeder kann sich unzensierte Informationen und Programme beschaffen und, was viel wichtiger ist: Jeder kann interaktiv oder auch aktiv mitmachen.

Das Internet hat von sich aus eine basis- demokratische Struktur. Direkte Demokratie und freie Kommunikation im Internet sind die einzige Hoffnung, das System aus Wirtschaft, Parteien und Medien zu kritisieren und zu überwinden; denn die parlamentarische Demokratie ist eine leere Hülse geworden, die von Interessengruppen beliebig gefüllt und benutzt wird.







Monday, November 7, 2011

Ein Anfall von Demokratie (Kommentar)


Zugegeben, Giorgios Papandreou war mir unsympathisch, weil er der Sohn eines Polit-Prommis ist. Das war ein Vorurteil. Er hat einen grandiosen Abgang geliefert, an dem sich viele ein Beispiel nehmen könnten.

Erst hat er eine Volksabstimmung angekündigt, teils aus innenpolitischem Kalkül. Aber es war ein Schritt genau in die richtige Richtung: Das ist (wäre) Demokratie. Das Volk soll entscheiden und auch die Konsequenzen seiner Entscheidung tragen. Genau das geschieht ja nicht bei Meinungsumfragen, mit denen unsere Angela Merkel zu regieren versucht.

Das ist keine Demokratie, das ist politische Moderation. Meinunsumfragen sind keine Entscheidungen, sondern nur Meinungen; sie haben keine Konsequenzen und wer sich danach richtet, findet keine Entscheidungen wie Frau Merkel.

Wenn die Leute in Greichenland gegen alle Maßnahmen sind, die das Schuldenproblem mildern, dann sollen sie doch selber dagegen stimmen und nachher kann sich niemand beschweren über das, was dann geschieht: Der Absturz eines bankrotten Systems.

Und überall wurde gegen diese Vorschlag gehetzt, besonders stark in Deutschland, warum? Wir haben die Demokratie wirklich nicht erfunden! Die Deutschen lieben den Feudalismus, den Helmut Kohl wieder eingeführt hat. Gegen eine Volksabstimmung in Griechenland wird los gewettert. Demokratie ist aber immer noch die beste Staatsform, weltweit, Feudalismus ist eine Sache des Mittelalters, etabliert durch Karl den Großen, um das Jahr Null 800.

Und jetzt hat der griechische Demokrat Papandreou auch die konservative Opposition mit ihrem kompromisslosen Samaras ausgebremst, der alle konkreten Schritte aus der Krise ablehnt und mit dieser Taktik in den Meinungsumfragen vorne liegt.

Mr. P hat den Volksentscheid propagiert und ist sogar zurückgetreten. Weg frei für einen anderen Kandidaten, der genau das Gleiche tun muss wie er, mit oder ohne Volksabstimmung.

Die Konservativen Europas kriegen das Grauen. Es zeigt sich am Beispiel Griechenland, dass der politische Konservativismus fast nur noch darin besteht, die Zukunft abzublocken (siehe USA). Die Zukunft ist aber nicht zu vermeiden. Mit der Ausdrucksweise von Merkel: Es gibt keine Alternative. Zur Zukunft.

Griechenland ist wie ein Laborversuch, und alle die es "retten" wollen, haben Angst, die Wahrheit könnte ans Licht kommen:

* Dass die Schuldenmacherei der Regierungen im Tiefsten undemokratisch ist. 


* Dass wir durch diese Schulden in einen Abgrund treiben. Auch Deutschland.

Das Experiment Griechenland, würde es nicht künstlich gestoppt, brächte die Dinge ans Licht und würde einen Blick auf die Zukunft öffnen:

Zusammenbruch des Finanzsystens?
Inflation?
Wirtschaftliche Not?

Oder gar ein Krieg wie in früheren Jahrhunderten?

Die Finanzidustrie kämpft, denn sie ist gut gerüstet; sie hat das Geld unter Kontrolle und damit die Staaten, die bei den Banken so tief verschuldet sind, dass "die Märkte" es nicht mehr schlucken. 


Das bedeutet, sie können an den Schulden der Staaten nichts mehr verdienen. Schuldenpapiere, die nie bezahlt werden, sind keine gute Geldanlage. Sie sind wie vor 100 Jahren die Kriegsanleihen des Deutschen Reiches.

Und da kommt dieser Papandreou und macht auf einmal Politik! und Demokratie! statt Finazmanagement? Das ist doch unerhört! Demokratie im postdemokratischen Zeitalter.

Schaut euch genau an, wer dagegen wettert: Feinde der Demokratie, Polit-Schwätzer, Medien-Demokraten, Volksverdummer. (Einige sagen auch gerne: Marionetten des Kapitals; das ist psychologisch falsch.) Ihre Namen stehen in jeder Zeitung auf der ersten Seite.

Friday, October 28, 2011

Gerettet und verschoben

Wie Politik in der Mediendemokratie funktioniert, können wir heute wunderbar erkennen:

Angela Merkel hat den Euro gerettet.

So lauten die Schlagzeilen der Boulevardpresse. Gleichzeitig erfahren wir online vom Spiegel, dass jetzt die europäische Schuldenkrise da ist und auf der ganzen Welt Helfer gesucht werden, vornehmlich in Staaten, die wir als nicht-demokratisch bezeichnen: China, Russland und arabische Monarchien.

Tatsache ist aber:

1. Eine Eurokrise hat es nie gegeben. Sie ist ein reines Medienereignis. Daher hat auch niemand den Euro "gerettet".

2. Die Schuldenkrise gibt es seit wenigstens 30 Jahren und hat keinen Sensations-Wert.
 
Vor der Einführung des Euro hatten Griechenland und Italien, aber auch Frankreich ihr Staatsdefizit durch schleichende Inflation beglichen. Die Lira, die Drachme und der Franc verloren gegenüber DM und Schweizer Franken ständig an Wert, weil die Staaten ihre Schulden mit neu gedrucktem Geld bezahlten.

Der Euro sollte so stabil sein wie die DM. Ohne Frankreich geht nichts in Europa, also musste Frankreich dabei sein und bis Italien ist es auch nicht weit, zumal Norditalien ein stabiler Wirtschaftsraum ist. Sie könnten, wenn sie wollten.

Nach der Einführung des Euro wurde die Inflation durch Schuldenmachen ersetzt. Griechenland allen voran. Aber selbst Deutschland hat seit Helmut Schmidt munter Schulden gemacht erst in DM, dann in Euro. Der Euro blieb stabil (im Vergleich zum Dollar), die Schulden, auch die deutschen, verteilt auf Bund, Länder und Kommunen, stiegen ins Unermessliche. (Das Schulden Verschmieren könnte eine deutsche Erfindung sein.)

Daran verdienten die Banken; sie bekommen Zinsen und verkaufen die Schulden weiter, machen sie zu Produkten. Die Politiker, die Schulden machen, haben ebenso verdient, man nennt das nicht Gewinne, sondern "Verdienste". Sie sonnen sich im Ruhm.

Helmut Schmidt als großer Macher war aber Schulden-Macher. Kohl als Wiedervereiniger machte ruckzuck aus dem Gewinn der Vereinigung einen riesigen Verlust, bezahlt durch Schulden. Das Vermögen der DDR wurde zum Flohmarkt-Preis verhökert und Kohl wartet immer noch auf den Friedens-Dynamit-Preis, gottseidank vergebens.


Griechenland drohte schließlich die Staatspleite. Wäre sie eingetreten, hätte jeder gesehen, wie das ist, wenn ein Schuldenstaat pleite geht. Wie bei einer normalen Pleite wäre die Ausfall-Quote für griechische Staatsanleihen wohl mehr als 80% gewesen. Das wurde jetzt verhindert. Die Banken bekommen 50% und wehklagen, obwohl sie mit 50% noch gut bedient sind. 

Nach einer Griechen-Pleite hätten alle gefragt: Wer ist der Nächste Kandidat: Italien. (Beide Länder, GR und I,  hätten nicht in den Währungsraum aufgenommen werden dürfen. Darum haben stabile Länder wie Schweden und Dänemark nicht mitgemacht. Sie rochen die Lunte, ebenso die Briten, die gerne mit ihrem Pfund wuchern.)

Es ging also hauptsächlich um Italien. Was wäre Europa ohne Italien? Das schönste Land! Mit der hässlichsten Regierung...

 
Es wurde nicht der Euro gerettet, sondern es wurden Regierungen gerettet, die ihre Schulden nicht bezahlen (wollen). Auch Regierungen der Vergangenheit wie die Regierungen der beiden deutschen Helmuts. Und Regierungen der Zukunft, die weiter Schulden machen dürfen und das ist das Schlimmste dabei.

Jetzt erst einmal sind die Schulden über den gesamten Währungsraum verschmiert, wodurch sie keineswegs geringer geworden sind. Nur die Quote von Griechenland entlastet ein wenig; da hat Merkel dran gedreht und jetzt darf sie für einen Tag lang auf der Bild lachen.

Gerettet wurden Regierungen von ihren ebenfalls gerne regierenden Kollegen. An erster Stelle Papandreou junior (!) und Berlusconi (!!!). Dafür musste Silvio sich eine Standpauke von Merkel und Sarkozy anhören, was er mit Sicherheit leicht weggedrückt hat. 


Berlusconi ist im Hauptberuf Medien-Zar in einer Mediendemokratie schlimmster Sorte und mit allen Wassern gewaschen: Seifenwasser, Geldwaschwasser, Weihwasser, Abwasser, Po-Wasser und jetzt auch mit  Merkeler Goldwasser und mit französischem Frucht-Wasser.

 

Monday, October 17, 2011

Politiker solidarisieren sich mit Occupy Wallstreet! (Kommentar)

Was bedeutet das?

Daran sehen wir, dass bei uns Politik nur noch Geschwätz ist. Vor ein paar Wochen haben sie den Euro-Rettungsschirm verabschiedet. Jetzt maulen sie gegen die Banken.

Aber wen rettet dieser Rettungsschirm?

Erstens die Politiker selbst, die dadurch mit dem Schuldenmachen fortfahren können.
Zweitens die Banken; denn würden Staaten wie Griechenland pleite gehen, wären die ersten Verlierer Banken, die ihre Schuldscheine in Höhe vieler Milliarden besitzen.

Außerdem ist und war die Staatsverschuldung immer auch ein Geschenk an die Banken, die dringend nach Anlagemöglichkeiten suchten, um das überschüssige Geld ihrer Kundschaft anlegen zu können. Staatspapiere boten für Banken eine riesige Gewinnquelle.  

Die Interessen der Politiker und die der protestierenden Jugend sind also diametral entgegengesetzt; denn die Jugend will nicht für Banken und Schulden der Politik ihr Leben lang schuften; darum protestieren sie und darum sind die Protestierenden so jung. 


Je jünger du bist, desto mehr musst du für die Schuldenmacher und ihre Kreditgeber arbeiten.

Dass gerade deutsche Politiker sich in so großer Zahl solidarisieren ist symptomatisch.

In kaum einem anderen Land hat sich die Mediendemokratie so weit vom Volk entfernt. Politiker haben sich angewöhnt, nur noch mit den Massenmedien zu kommunizieren. Ihre Politik ist rein verbal, hat nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun.

Wenn einer dieser Volksvertreter wirklich Sympathie mit dem Anliegen der Protestierenden hätte, hätte er gegen den Rettungsschirm gestimmt oder gekämpft. Insbesondere auch in den Medien, also da, wo wir es wahrgenommen hätten. Jetzt nutzen sie die Chance, etwas Stimmung gegen Banken zu machen, die erst in zweiter Linie für die Lage verantwortlich sind. An erster Stelle sind die Politiker selbst verantwortlich, die ja gerade noch den Rettungsschirm für das Schulden-System beschlossen, durchgesetzt oder zugelassen haben.

Die Banken würden ihre verdiente Strafe bekommen, wenn sie nicht von Regierungen gerettet würden. 


Warum die eine Dame und die vielen Herren das tun, ist schwer verständlich, es zeigt aber einfach und krass, die Finanzindustrie steht der Regierung näher als das Volk. Das Volk geht also zu den Banken und protestiert dort, wo die Politiker es wahrnehmen.

Das ist aber keine Demokratie mehr, sondern Post-Demokratie.

Die Post-Demokratie ist hier in Deutschland in einem besonders fortgeschrittenen Stadium:

Eine Regierung ohne Rat und Tat. Ein Parlament ohne Opposition. Ein Volk, das der Obrigkeit und den Medien vertraut. Und eine Staatsverschuldung, die, absolut gesehen, der Verschuldung in anderen Ländern nicht nachsteht. Sie wirkt nur geringer, wenn sie mit der "Wirtschaftsleistung" verglichen wird. (Nebenbei bemerkt: Die Wirtschaft leistet nichts ohne ein fleißiges Volk.)


Wenn wir unsere Verschuldung mit der Geburtenrate vergleichen, ist es beängstigend!  

 Siehe auch Januar 13, 2011 in diesem Blog!

Monday, August 15, 2011

Boetticher von Christian (Kommentar zum Spitzenkandidaten der CDU)

Nichts gegen Christian, der mit 41 Jahren noch pubertiert, sich im Facebook als großer Angeber präsentiert und mit seinem Adelstitel protzt. So lange der Adel in Deutschland nicht abgeschafft ist wie in Österreich, so lange wird es solche Hetscheljungen geben. Das war im Falle Guttemberg schon übel aufgestoßen.

Es ist auch normal, dass sich ein 16-jähriges Mädchen in so einen on-line-Prinzen verliebt.

Aber dass die größte Volkspartei CDU einen politischen Playboy zum Spitzenkandidaten in einem Bundesland macht, 

das ist nicht normal.

Haben die keine erwachsenen Männer oder Frauen, die ein politisches Amt übernehmen wollen oder können oder dürfen? Wie sehen die Wählerinnen und Wähler aus, die solche Kandidaten wählen (sollen)?

Von interner Demokratie ist in der CDU nichts zu spüren. Das hat Helmut Kohl vorexerziert und Merkel eifert ihm nach. Das Ergebnis: eine Art Feudalherrschaft derjenigen, die mit den Worten christlich und demokratisch am skrupellosesten umgehen können.

Politik als Boulevard-Theater ist okay, hat Shakespeare schon präsentiert, aber Boulevard-Theater als Politik, das geht daneben.


 

Wednesday, August 10, 2011

Krawall & Ökonomie (Kommentar zu Tottenham)



Die Politik wird dominiert von der Ökonomie. Staatsschulden bringen uns alle in die Hand von Banken und Geldbesitzern. Je jünger einer ist, desto mehr wird er unter den Schulden des Staates zu leiden haben.

In England, wo der Sprössling einer Banker-Familie regiert, rennen junge Menschen auf die Straße, plündern Elektronik- und Modeläden und zünden Autos an. Tausende sind beteiligt. Ihre Wut scheint grenzenlos.

Die Medien versichern uns, das sei kein politischer Aufruhr. Aber was ist Politik? Hat die Politik nicht längst vor der Ökonomie kapituliert? Hat sie nicht die Umverteilung zugelassen, sogar begünstigt, und der Jugend ihre Chancen genommen? In GB ist die Lage besonders aussichtslos: Industrie ist abgewandert.

Es gibt niedrige Jobs im Dienstleistungs-Sektor und wenige lukrative Karrieren in der "erfolgreichen" Finanzidustrie und im aufgeblähten Staatsdienst... für Migranten-Kinder kaum zugänglich. Sonst ist da nichts mehr im Vereinigten Königreich. Die Zeiten, als England Mode machte in Musik, Kleidung und Outfit, sind längst vorbei. No Future.

Sie rebellieren gegen die wirtschaftlichen Zwänge. Dagegen, dass sie die lukrativen Konsumgüter nicht kriegen können und auch keine Chance auf einen Beruf haben, der das ermöglicht. Das Recht des Eigentums findet seine Grenze da, wo es keinen Konsens mehr gibt, wo es nicht mehr verteidigt werden kann, weil die Unterschiede zu krass sind.

England war uns immer ein paar Jahrzehnte voraus. Im Guten wie im Schlechten. Der Trend ist bei uns der gleiche, nur dass insgesamt noch ein anderes Level vorherrscht. Der Rest an Industrie macht mit immer weniger Arbeitskräften immer höhere Gewinne. Gut gehen kann das nicht, bis der Staat endlich einsieht, dass Politik nicht an den Umsatzzahlen der Industrie und der Banken gemessen werden kann.

Wenn wir die Lage in Deutschland beurteilen wollen, müssen wir berücksichtigen, dass auch hier die Hälfte aller Bürger vom Staat lebt. Das sind viel zu viele, um das kaputte System durch Wahlen zu ändern.

Friday, July 1, 2011

Illegal (Politische Lyrik)


Es war 1949 im Mai
der zweite Weltkrieg war gerade vorbei
da wurde von Adenauer und anderen Genossen
ein Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beschlossen.
Man hat es mit Absicht damals nicht Verfassung genannt
und in der Präambel, also in der Einleitung, stand
gleich im ersten Satz, es hört sich an wie ein Gedicht
das Grundgesetz diene folgendem Zweck, 
jetzt zitiere ich:

um dem staatlichen Leben
für eine Übergangszeit
eine neue Ordnung zu geben
um dem staatlichen Leben
für eine Übergangszeit
eine neue Ordnung zu geben

Es steht da wörtlich lang und breit
für eine Übergangszeit
Grundgesetz als Provisorium
mit dem Verfallsdatum Wiedervereinigung
Wiedervereinigung zwischen West und Ost
Das war klar wie Glasnost. Das ist klar wie Glasnost

So haben alle gesagt und alle gedacht
und manch einer hat darüber gelacht
kaum einer hat wirklich daran geglaubt
dass Russland uns diesen Traum erlaubt
aber Gorbatschow hat ihn wahr gemacht.

Die DDR gibt es nicht mehr
und der Westen tat dann so, 
als wenn er
der Eroberer Deutschlands wär

Dann zog die Regierung von Bonn nach Berlin
aber nicht viel Neues entstand
Das Grundgesetz ist längst schon hin
Seitdem gingen mehr als 20 Jahre ins Land
Und das Manko ist, dass der wiedervereinigte Staat
keine wiedervereinigte Verfassung hat
niemand hat einen Entwurf präsentiert
nichts ist vom Volke ratifiziert

Nach zwanzig Jahren Wurschtelei
ist die Übergangszeit doch längst vorbei
die konstitutionelle Situation ist fatal
die Regierung in Berlin ist illegal
das sage ich laut und ich sag es noch mal:
die Regierung in Berlin ist illegal

Und wenn ihr den Präsidenten seht, sagt es ihm
seine Würde und sein Amt sind illegitim
Wir ham zwar ein Bundesverfassungsgericht
eine gültige Verfassung haben wir nicht

Juristische Kniffe sind uns egal
Die Regierung in Berlin ist illegal
das sage ich laut und ich sag es noch mal:
die Regierung in Berlin ist illegal
die Regierung in Berlin ist illegal
die Regierung in Berlin ist illegal

Friday, June 3, 2011

Solare Energie (Fortsetzung)

Die einzig wahre 
ist die solare
Energie.

Jetzt stehen wir vor einer weitaus größeren Katastrophe, der Erwärmung des Planeten. Die Glescher schwinden, das Eis am Nordpol schmilzt dramatisch ab. Der Meeresspiegel wird steigen, die niedrigsten Länder der Erde versinken: Niederlande und Bangla Desh. (Wir dachten früher die Menschen in Bangla Desh würden verhungern, aber es scheint jetzt, sie werden ertrinken.)

Wenn uns das nicht egal ist, brauchen wir eine Energiewende, die den Energieverbrauch verringert,
nicht auf andere Energiequellen verlagert

Das zweitbeste (nach Energie Sparen) ist Solarenergie; denn der Verbrauch von solarer Energie fügt dem Planeten keine Energie hinzu.

Die Sonne scheint sowieso 
auf die Dächer.

Aber warum befinden sich dann auf den Dächern keine termischen Solaranlagen? Schwarze Hohlkörper, die heißes Wasser erzeugen und es in den Heizkreislauf der Häuser einspeisen? Warum subventionieren wir hochkomplizierte Windräder, die genau so unzuverlässig sind wie der Sonnenschein in unseren Breiten?

Termische Solaranlagen gehören auf jedes Dach, das in südliche Richtung geht. Sie funktionieren auch im Winter, weil ja auch bei Kälte oft die Sonne scheint. Und Warmwasser ist ein sehr guter Energiespeicher, der sich ganz einfach beherrschen lässt. Es genügen isolierte Tanks, je größer, desto besser.

Wenigstens die Hälfte des Jahres wäre zum Duschen, Waschen, Spülen und teilweise auch zum Heizen kein Energieverbrauch mehr erforderlich. Die Investitionskosten sind niedrig, weil die Technik primitiv ist. Wahrscheinlich ist sie uns zu primitiv, denn von termischen Solaranlagen redet
Frau Merkel nicht, obwohl Physikerin. Es wäre aber ein Thema für die Häusle-Bauer und CDU-Wähler.

Es gibt solche Anlagen massenhaft im gescholtenen Griechenland. Auf Kreta kann man sie fast auf jedem Haus sehen. Auch Hotels leifern dort Heißwasser
aus Solartanks für die planschfreudigen Touristen. Natürlich müssten unsere Anlagen etwas raffinierter isoliert werden und die vierfache Fläche aufweisen. Das wäre aber immer noch besser, als eine Pipeline durch die Ostsee. (Wenn die einmal durch ein Erdbeben platzt, wird die Küste von 7 oder 8 Ländern versaut.)

Was spricht gegen diese einfache Solartechnik?

Jeder Installateur könnte so etwas einbauen. (Wäre sogar Baumarkt- und Schwarzarbeiter-fähig.) Die Energiekonzerne sprechen dagegen, sie pumpen lieber Strom ins Haus und Erdgas in die Kraftwerke. Die Politiker sprechen nicht dafür, wahrscheinlich, weil das Thema ihnen zu primitiv ist, es reizt nicht zur Fernseh-talk-show.

Wer sich für warmes Wasser nicht begeistern kann und mehr für High-Tec interessiert, sollte Solarzellen propagieren, sie verbessern, weiter erforschen und entwickeln, denn das ist die Zukunft der Elektrizität. Aber auch das ist keine Technik, für die Freunde von Frau Merkel, die Großkonzerne. 


Solarzellen sind klein und handlich. Doch was lässt sich nicht alles mit Gleichstrom von niedriger Spannung betreiben!!? Computer, Musik-Anlagen, Telefone, Akku-Ladegeräte usw. usw. Die ganze niedliche Welt der High-Tec.  

Fossile Brennstoffe dagegen sind zum Heizen und Strom erzeugen viel zu schade, weil sie für den Transport (Auto, Flugzeug) unentbehrlich sind.

Energie sparen...

Energie sparen ist das beste 
gegen knappe Energie

Es ist nicht Neues und eine unbestreitbare Tatsache: Das beste Mittel gegen Energie-Knappheit ist Energie einsparen. Das heißt, nicht die eine Engergiequelle durch die andere ersetzen, sondern beim Energieverbrauch sparen und zwar radikal sparen. 


Sagen wir als kurzfristiges Ziel: Auf die Hälfte reduzieren. Das ist ohne Weiteres innerhalb von fünf bis zehn Jahren möglich und erfordert keine Zukunfts-Technik, sondern nur Umdenken, also Intelligenz. Und gerade an Intelligenz scheint es bei uns zu hapern. Nicht nur in der Politik, sondern vor allem auch in den Medien.

Für die Auto-Nation Deutschland ist es eine Blamage, dass sie der Welt noch nicht das Dreiliter-Auto präsentiert hat. Das wäre der PKW, der alle Bedürfnisse von Otto Normalverbraucher befriedigt und nur drei Liter Sprit (Otto-Kraftstoff auf 100 km Fahrleistung) benötigt. Das Dreiliter-Auto ist möglich. Und wenn einer es bauen kann, dann die Deutschen. Sie verdienen ihr Geld aber lieber in der teuersten Spielzeugfabrik der Welt: Die Ferdinand-Porsche-AG. Diese Firma könnte das Dreiliter-Auto mit der linken Hand konstruieren. (Sie haben es möglicherweise schon in der Schublade.) 


Der Sprit wird teurer, aber die Autoflotte rüstet nicht ab!

Das zeigt. Es ist falsch, die Energie einfach teurer zu machen, wie die Grünen das propagieren. Da spart man Geld, nicht Energie; das ist etwas anderes, es hängt vom Geldbeutel ab. Auch, wer sich Porsche leisten kann, muss Energie sparen. Es scheint, die Regierung ist daran nicht interessiert, zum Beispiel, weil sie riesiges Geld kassiert mit den Steuern auf Kraftstoff. 


Es wäre aber die Zukunft.

Ein anderes Zukunftsbild des Automobils hat gerade eine kleine Panne: Das Elektro-Auto, ein City-Flitzer als Zweitwagen, den man&frau nachts an die Stecktdose anschließt. Das japanische Elektro-Auto wird zwar kommen, bzw. es ist schon da, aber das Konzept hat einen fiesen Beigeschmack. Es basierte auf der irrigen Annahme, durch Atomstrom werde ein rohstoffarmes Land wie Japan (Deutschland) immer genug Strom im Netz haben. Dieser Glaube ist in Fukushima in die Luft geflogen.

Katastrophen kommen anders als erwartet. 


Auch mit der Klima-Änderung hatte kaum einer gerechnet, alle befürchteten das baldige Schwinden der Brennstoffe. Daher machte die Kernenergietechnik sich so beliebt. Sie benutzt Uran, einen Rohstoff, der sonst nur zum Bau von Atombomben gut ist.

Und es gelang den Technikern, eine kontrollierte Atomexplosion in Reaktoren zu packen und so zu verlangsamen, dass sie damit Wasser erhitzen konnten: Das ist der Siedewasser-Reaktor. Fällt die Kühlung allerdings aus, nimmt die Kettenreaktion einen ähnlichen Verlauf wie in Tschernobyl und Fukushima.

Wednesday, June 1, 2011

Murks, Merkel und...

Murks, Merkel und Kohl

Wie Kohl die Wiedervereinigung vermurkst hat, ist nicht jedem klar, weil die Öffentlichkeit, das heißt die Medien, alles hingenommen hat.

Zunächst wurde der Verfassungsauftrag nicht erfüllt. Das Grundgesetz war so gemeint, dass es nur bis zur Wiedervereinigung gelten sollte. Dann sollte eine neue gesamtdeutsche Verfassung geschaffen werden nach dem freien Willen des gesamten Volkes.  


Nach mehr als 20 Jahren ist das nicht einmal in Angriff genommen worden. Wir haben die DDR einfach geschluckt. Das ist uns nicht gut bekommen...

Doch jetzt zu Merkel und ihrem Atomausstieg.

Das gemeinsame mit der Wiedervereinigung ist, dass die Sache von der falschen Person gemanagt wird. Angela Merkel ist keine Atomkraft-Gegnerin. Sie ist auch keine Expertin für diesen Bereich. Merkel ist eine Freundin der Kraftwerks-Betreiber, der Energiekonzerne und überhaupt der Großverdiener (z.B. Ackermann).

Das Energieproblem aber erfordert eine andere Denkungsart. Atomkraftwerke wurden gebaut, weil wir glaubten, nicht genug Energie zu haben, um  so weiterzumachen wie bisher. Wenn sie abgeschafft werden, dann haben wir nicht mehr genug Energie, um so weiterzumachen wie bisher.

Genau das braucht man und frau aber nicht einzusehen.

Man kann sich einreden, wir könnten die riesigen Megawattbrüter durch Windräder ersetzen. Die nur dann "wirtschaftlich" sind, wenn sie erheblich subventioniert werden. Man kann sich einreden, dass es nur eine Frage des Geldes ist, und der Staat kann ja bezahlen, weil er Schulden ohne Ende machen darf, die Banken haben's ja. (Und wenn sie nicht genug haben, gehen sie zur Kanzlerin.)

Man kann sich auch einreden, das russische Erdgas würde uns die energieverschwenderische Zukunft sichern. Gerd Schröder und sein Freund Putin. Gegen gute Bezahlung nartürlich.

Man kann sich auch einreden, die großen Energiekonzerne würden sich irgendwie einschränken und die ihnen unterstellte Infrastruktur nicht mehr als sichere Geldmaschine ansehen, sondern sie zum Wohle der Allgemeinheit umstrukturieren.

All das sind die vagen Ideen der Aussteigerin Merkel, die eine Woche über den Atomausstieg nachgedacht hat, woran andere seit 40 Jahren arbeiten. Das nenne ich Murks. Kein Handwerker würde mit so einem Angebot einen Auftrag bekommen.

Aber:

Die Bäcker backen,
die Maurer mauern,
die Maler malen
und Künstler machen Kunst.

Doch die Politiker
machen keine Politik,

 sie reden nur davon.